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Modellprojekt in Schleswig-Holstein
„Ein Team gegen digitale Gewalt“, der Landesverband Frauenberatung (LFSH) und die Landesarbeitsgemeinschaften der autonomen und trägergebundenen Frauenhäuser haben das erste flächendeckende Angebot gegen digitale Gewalt in Schleswig-Holstein gestartet.

Fachkräfte aus Beratungsstellen und Frauenhäusern fordern seit Jahren Zugang zu einfach verfügbarer technischer Unterstützung in Fällen von digitaler Gewalt. Mit dem Modellprojekt in Schleswig-Holstein bieten wir erstmals eine Fallberatung per Telefon- und Videosprechstunde an.
Schulungen: Grundlagenwissen vermitteln
Zum Auftakt führte „Ein Team“ zunächst Schulungen für Fachkräfte aus 50 Einrichtungen durch. Die Schulungen sind speziell für den Praxisalltag im Gewaltschutz konzipiert und vermitteln die Grundlagen zum Schutz vor digitaler Überwachung, Kontrolle und Belästigung.
Zusätzlich entwickelte „Ein Team gegen digitale Gewalt“ ein spezielles Schulungsmodul zum Thema „Technische Sicherheit für Kinder und Jugendliche“.
Direkter Draht: Techniksprechstunde
Aufbauend auf den Basisschulungen startete im März 2026 die zweite Phase des Projekts mit einem Beratungsangebot für alle Einrichtungen, die eine Schulung absolviert hatten.
Per Telefon oder Videocall erhalten Mitarbeitende aus Gewaltschutzeinrichtungen technische Beratung bei Akutfällen digitaler Gewalt.
Die Technik-Expert*innen von Ein Team unterstützen bei der Gefährdungsanalyse, bei der technischen Absicherung von Geräten und Diensten der Klient*innen und geben Tipps, wie die gewaltbetroffene Person wieder Hoheit über ihre digitale Kommunikation erlangen kann.
Das Land Schleswig-Holstein hat angekündigt, die Beratung nach Ende der Projektlaufzeit weiter zu fördern.